Jubiläum nach langer Wartezeit: Wir feiern 106 Jahre Vereinstradition

Am 26. September feierte der Dresdner GSV 1920 e. V. sein 106-jähriges Jubiläum. Die krumme Zahl lässt sich leicht erklären: Das Jahr 2020 brachte die Corona-Pandemie, welches Jubiläumsveranstaltungen massiv einschränkte. Ein Nachholtermin im Jahr des Deutschen Gehörlosensportfests 2021 kam nicht zustande. Die nächste große Krise – der russische Angriffskrieg auf die Ukraine – ließ die Verantwortlichen 2022 verzweifeln. Das zunächst für 2025 angepeilte Jubiläum wurde kurzerhand auf das aktuelle Jahr gelegt.

Über 120 Gäste begrüßten wir bei der Feier im Gehörlosenzentrum Dresden auf der Carolinenstraße. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der Ausstellung zur Historie des Sportvereins. Die mit Herzblut durch die Vereinsarchivare Klaus Stumpf und Reiner Petrick aufbereiteten Informationen verrieten spannende Details: So gewann als erster Dresdner Kurt Sachsenweger bei den damaligen Weltspielen der Taubstummen 1931 in Nürnberg Silber im Kunstspringen vom 3-Meter-Sprungbrett. Eine Sportart, die man heute vergebens bei den Deaflympics sucht.

Sonja Jünger gelang das historische Kunststück bei allen vier Teilnahmen bei den Weltspielen mindestens eine Medaille zu erkämpfen. Ihre zehn deaflympischen Medaillen sind für den Dresdner GSV bis heute ein unerreichter Rekord. Historische Trikots, Medaillen, Anstecker und Ehrenteller aus längst vergangenen Zeiten und moderne Vereinsartikel rundete die Ausstellung ab.

Wir begrüßten Gäste aus Heidelberg und Hamburg. Simon Kollien ließ es sich nicht nehmen, den spannenden Erzählungen von Petrick zuzuschauen. Während sich junge Mitglieder am Tischkicker probierten und kleinere Gäste der ukrainischen Clownin zuschauten, genossen die Älteren die gemeinsame Unterhaltung. Den Abschluss des Abends bildete die Ehrung für verdiente Mitglieder – moderiert wurde sie von Kristin Gajowczyk und Sabine Flohr.